Die erste Frage im Tokio-Verkehr lautet nicht „Welche Karte ist besser?“, sondern wofür jedes Produkt gedacht ist. Suica und PASMO sind IC-Karten: In kompatiblen Bahn-, U-Bahn- und Busnetzen wird der Fahrpreis jeder Fahrt vom Guthaben abgebucht. Eine IC-Karte ist kein Verkehrspass. Sie bietet allein weder unbegrenzte Fahrten noch automatisch Zugang zu allen Betreibern. Ein Pass oder eine Flatrate-Fahrkarte gilt dagegen nur für die in den Bedingungen genannten Betreiber, Linien, Zeiträume und Leistungen. Deshalb ist die Wahl zwischen Suica und PASMO meist weniger wichtig als der tatsächliche Tagesplan. Entscheidend ist, ob JR, Tokyo Metro, Toei oder private Bahnen genutzt werden und ob ein Zug, Sitzplatz oder eine Reservierung ein zusätzliches Ticket verlangt. Eine kompatible IC-Karte vereinfacht die Einzelabrechnung in teilnehmenden Netzen; bei einem Tag mit Schwerpunkt auf einem bestimmten Netz kann ein passendes Netz-Ticket eine andere Rolle spielen. Ausgangspunkt sollte die Route sein, nicht die Marke. Ein häufiger Fehler ist, das Medium am Drehkreuz mit dem Geltungsbereich des Tickets gleichzusetzen.

IC-Karte, Pass und Einzelticket zuerst klar trennen

Für einen Tag reicht eine Zeile pro Fahrt: Start- und Zielstation, Betreiber, Linie sowie gegebenenfalls besonderer Zug oder Sitzplatztyp. Kombiniert der Tag eine innerstädtische JR-Linie, Tokyo Metro und eine Privatbahn, darf nicht angenommen werden, dass ein einzelner Metro-Pass alles abdeckt. In gemischten Netzen kann Suica oder PASMO dort, wo die Karte akzeptiert wird, einzelne Fahrpreise vom Guthaben abbuchen und die Zahlung vereinfachen. Diese Bequemlichkeit ist jedoch kein Pass-Geltungsbereich. Konzentriert sich der Plan auf das U-Bahn-Netz eines Betreibers, sollte genau geprüft werden, welche Linien das jeweilige Tages- oder Zeit-Ticket umfasst. Dasselbe gilt für JR-Pässe: „JR“ im Namen schließt Tokyo Metro, Toei oder Privatbahnen nicht automatisch ein. Auch das Passieren eines Drehkreuzes mit einer IC-Karte garantiert nicht, dass der volle Preis für Limited Express, Green Car, reservierte Sitzplätze oder ähnliche Leistungen bezahlt ist. Zusatzkarten oder Reservierungen müssen anhand der offiziellen Regeln des konkreten Dienstes geprüft werden.

Karte oder Pass?

Zuerst die Aufgabe wählen: einzelne Fahrten bezahlen oder innerhalb eines festgelegten Netzes bzw. Zeitraums fahren?

Wie ist die Tagesroute aufgebaut?

Bezahlung pro Fahrt

Werden die Fahrten einzeln bezahlt?

IC-Karte wie Suica oder PASMO

Wann passt es?Für einzelne Fahrten mit verschiedenen teilnehmenden Betreibern in Tokio, wenn nicht für jede Fahrt ein separates Grundticket gekauft werden soll.

Was ist nicht enthalten?Keine unbegrenzten Fahrten; Pässe, Zuschläge für besondere Züge, Reservierungen, Sitzplatzleistungen oder durchgehende Fahrten zwischen getrennten IC-Gebieten sind nicht automatisch enthalten.

Einzelticket, Reservierung oder erforderlicher Zuschlag

Wann passt es?Für einen bestimmten Limited Express, Shinkansen, reservierten Sitzplatz, Green Car oder eine gelegentliche Fahrt, die eine IC-Karte allein nicht vollständig abdeckt.

Was ist nicht enthalten?Gilt nur für die angegebene Fahrt und Leistung; es ist weder eine allgemeine Verkehrskarte noch ein ganztägiger Netzpass.

Fahrten in einem definierten Geltungsbereich

Konzentrieren sich die Fahrten auf einen Betreiber oder Geltungsbereich?

Tickets für Tokyo Metro/Toei

Wann passt es?Für einen Plan mit vielen Fahrten am selben Tag oder im gültigen Zeitraum auf ausdrücklich enthaltenen Tokyo-Metro- und/oder Toei-Verbindungen.

Was ist nicht enthalten?Je nach Produkt gilt es nur für Tokyo Metro, nur für Toei oder für beide; JR und Privatbahnen sind ohne ausdrückliche Nennung nicht enthalten.

JR Pass oder regionaler JR-Pass

Wann passt es?Wenn ausdrücklich abgedeckte JR-Fahrten einen wichtigen Teil des Plans bilden und die vorgesehenen Züge streckenweise geprüft wurden.

Was ist nicht enthalten?Tokyo Metro, Toei und Privatbahnen liegen grundsätzlich außerhalb; Weiterfahrten auf anderen Betreibern und bestimmte Leistungen können Zusatzkosten oder eigene Regeln haben.

Markieren Sie zum Schluss jede Etappe nach Betreiber und gleichen Sie sie mit dem ausdrücklich genannten Geltungsbereich jedes Tickets oder Passes ab.

Nach dem Entscheidungsbaum ist die Schlusskontrolle einfach. Gleiche Kartenfarben oder Stationsnamen verschmelzen die Tarifsysteme verschiedener Betreiber nicht. Auch wenn JR, Tokyo Metro, Toei und eine Privatbahn dicht beieinander liegen, muss der Geltungsbereich nach Betreiber und Leistung gelesen werden. An einem Tag mit gemischten Netzen liegt der Hauptvorteil einer IC-Karte in der einfacheren Zahlung auf kompatiblen Strecken; daraus folgt nicht, dass ein Pass alle Fahrten abdeckt. Bei einem Tag mit Schwerpunkt auf einem Netz kann der passende Pass besser zum Plan passen, aber erst nach Abgleich der tatsächlichen Stopps und Betreiber. Die IC-Interoperabilität ist weitreichend, erlaubt jedoch nicht jede durchgehende Fahrt zwischen getrennten IC-Gebieten. Bei Sonderzügen, Shinkansen, reservierten Sitzen und Green Car können Grundfahrpreis und Zuschläge unterschiedlichen Regeln folgen. Vor dem Kauf jede Etappe nach Betreiber, Linie und Leistungstyp markieren und nur anhand offizieller Bedingungen entscheiden.

Gleicher Bahnhof, verschiedene Betreiber: JR, Tokyo Metro, Toei und Privatbahnen

In Tokio können Bahnsteige mit demselben Stationsnamen oder im selben Bahnhofskomplex zu unterschiedlichen Betreibern gehören. JR East, Tokyo Metro, Toei und Privatbahnen bilden kein gemeinsames Ticketsystem. Beim Umsteigen sollte nicht nur der Fußweg, sondern auch der Betreiber des nächsten Abschnitts geprüft werden. Eine IC-Karte kann Zahlungen in mehreren Netzen vereinfachen, macht aber einen JR-Pass nicht in der U-Bahn und ein Metro-Ticket nicht bei JR oder einer Privatbahn gültig. Für die Bewertung eines Passes sollten Betreiber, Linie und Dienst gemeinsam betrachtet werden.

Wann sollten JR-Stadtlinien separat betrachtet werden?

JR-Linien verbinden viele wichtige Teile Tokios, gehören aber weder zu Tokyo Metro noch zu Toei. Bei Nutzung des JAPAN RAIL PASS oder eines regionalen JR-Passes dürfen nur die ausdrücklich eingeschlossenen JR-Dienste berücksichtigt werden. An manchen Tagen kann JR den Reiseplan prägen, an anderen liegen die meisten Fahrten bei U-Bahn oder Privatbahnen. Die Aussage „Ich werde in Tokio viele Züge nutzen“ reicht daher nicht als Begründung für einen JR-Pass. Jede Tagesroute sollte nach Betreiber markiert und auf die tatsächliche Abdeckung geprüft werden.

Warum müssen Tokyo Metro, Toei und Privatbahnen getrennt geprüft werden?

Tokyo Metro und Toei sind getrennte U-Bahn-Betreiber. Manche Tickets gelten nur bei einem, andere bei beiden; entscheidend sind Produktname und offizielle Gültigkeitsbedingungen. Privatbahnen haben eigene Tarif- und Betriebsregeln. Dass PASMO oder Suica auf einer privaten Linie als Zahlungsmittel akzeptiert wird, bedeutet nicht, dass ein Pass von Tokyo Metro, Toei oder JR dort gilt. Auch wenn Bahnsteige und Schilder an einem Umsteigebahnhof nah beieinander liegen, richtet sich die Gültigkeit nach den schriftlichen Ticketbedingungen und nicht nach der räumlichen Nähe.

Mit einer IC-Karte durchs Gate zu kommen bedeutet nicht, dass alle Leistungen bezahlt sind

Die Einfahrt mit Suica oder PASMO bedeutet nicht automatisch, dass alle Preisbestandteile einer Zugfahrt abgedeckt sind. Bei normalen Stadtfahrten mit IC-Akzeptanz kann der Grundfahrpreis vom Guthaben abgezogen werden. Bestimmte Zugtypen, Sitzklassen oder reservierungspflichtige Dienste können jedoch ein zusätzliches Ticket, einen Zuschlag oder eine Reservierung erfordern. Statt nur zu fragen „Wird die IC-Karte akzeptiert?“, sollte man prüfen: „Was wird zusätzlich zum Grundfahrpreis benötigt?“ Dienstname und Sitzart auf der offiziellen Betreiberseite prüfen.

Limited Express, Shinkansen, Reservierungen und Green Car

JR East weist darauf hin, dass bei Nutzung von Suica in Super Limited Express, Limited Express, Express oder Green Car ein zusätzliches Ticket erforderlich sein kann. Shinkansen, reservierte Sitzplätze und ähnliche Dienste folgen ebenfalls keiner einzigen Regel; das Ticketsystem hängt von Produkt, Zug und Reservierungsverfahren ab. In manchen Fällen kann die IC-Karte den Grundfahrpreis oder den Gate-Zugang abwickeln, ohne den Zusatzpreis der Leistung zu ersetzen. Vor der Fahrt Zugname, Klasse, Reservierungsstatus und mögliche Zusatztickets auf der offiziellen Seite prüfen.

Flughafenzüge, Through Services und Grenzen der IC-Bereiche

Nicht alle Flughafenzüge werden vom selben Betreiber gefahren, und die Bezahlung mit Suica oder PASMO bedeutet nicht, dass ein JR- oder Metro-Pass diese Fahrt abdeckt. Bei Through Services kann derselbe Zug auf der Strecke eines anderen Betreibers weiterfahren. Im Zug sitzen zu bleiben garantiert daher nicht, dass Tarifregeln oder Passgültigkeit unverändert bleiben. JR East weist außerdem darauf hin, dass Suica nicht immer für durchgehende Fahrten zwischen getrennten IC-Bereichen verwendet werden kann; für manche Fahrten ist ein separates Ticket nötig. Flughafen- und Fernverkehrstage sollten gesondert geprüft werden.

Die letzten 5 Prüfungen vor dem Kauf

  • Alle Stationspaare des Tages und den Betreiber jedes Abschnitts notieren.
  • Beachten, dass eine IC-Karte kein Verkehrspass, sondern ein Guthaben-Zahlungsmittel für geeignete Fahrten ist.
  • Bei einem Pass jeden abgedeckten Betreiber und Dienst mit der tatsächlichen Tagesroute abgleichen.
  • Prüfen, ob für Limited Express, Shinkansen, Green Car, reservierte Sitze oder andere Leistungen ein Zusatzticket nötig ist.
  • Flughafen- und Fernverkehrstage getrennt von gewöhnlichen Stadtverkehrstagen bewerten.
Brauche ich mit Suica oder PASMO noch ein separates Metro- oder JR-Ticket?
Bei normalen Stadtfahrten mit IC-Akzeptanz kann der Fahrpreis vom Suica- oder PASMO-Guthaben bezahlt werden, sodass meist kein separates Normalticket für jede Fahrt nötig ist. Wer einen Metro- oder JR-Pass nutzen möchte, muss dessen Gültigkeitsbereich jedoch gesondert prüfen. Limited Express, Shinkansen, Green Car, reservierte Sitze und ähnliche Leistungen können ein zusätzliches Ticket oder eine Reservierung erfordern; die genaue Regel steht auf der offiziellen Seite des jeweiligen Dienstes.